Montag, 21. April 2008
Sonntag, 20. April 2008
Sikkim II
Das einst sagenumwobene Himalayakoenigreich hat ausser heissen Quellen und endlosen Kardamonfeldern noch vieles mehr zu bieten...
Eine homogene Mischung aus Kulturen, Religionen und Traditionen treffen in Sikkim aufeinander. Lepchas (die Ureinwohner Sikkims, die etw. im 13 Jhd. aus Assam eingewandert sind und auf steilen Berghaengen leben), Bhutia, Tibeter und Inder leben in dieser unberuehrten, natuerlichen Schoenheit (trotz mancher Konflikte) friedlich miteinander. Alle tragen ihre traditionellen Gewaender: die Inderinnen sind in ihre farbenfrohen Saris und Shalwar Kameze gehuellt, die Nepalifrauen haben bunte Roecke und Wickeloberteile an, am auffaelligsten sind ihre goldenen, schweren Nasenringe. Die Tibeterinnen schluepfen in dunkelfarbige Wickelkleider (verheiratete Frauen ziehen bunt gestreifte Schuerzen darueber) und binden ihr Kopftuch eher turbanartig. Man kann stundenlang damit verbringen, einfach nur dazusitzen und diese Pracht zu bewundern. Auch die Maenner tragen traditionelle Shalwar Kameze oder Tibetische Gewaender....wunderschoen!
Unser naechster Stop: Kechopari Lake. Ebenso im Westen Sikkims gelegen hat dieser Wunsch-See die Form eines riesengrossen Fussabdrucks und ist heilig (was auch sonst?!).
Der See liegt inmitten von Urwaldbergen und ist umzaeunt von Mantraflaggen. Sobald man in seine Naehe kommt, ueberkommt einen eine grosse, tiefe Ruhe. Es ist gaaaanz still drumherum
-nur die Voegel zwitschern....und die Gebete werden vom Wind fortgetragen...
Das faszinierende an diesem See idt, dass obwohl er umzaeunt ist von einem Urwald, kein einziges Blatt auf seinem Ruecken liegt.
Es heisst, dass sobald ein Blatt in den See faellt ein Vogel kommt und es "herraustraegt".
Vom Kechopari Lake einen sehr steilen, rutschigen Berg eine halbe Stunde mit Rucksack rauf-
(und das ist das erste mal auf meiner Reise, dass ich mich freue einen Rucksack dabeizuhaben) befindet sich Pala's Palace. Auf dem Plateau, das von einem kleinen Bergdorf (Palas Familie)bewohnt wird, werden die Touristen, die diesen Pilgeraufstieg meistern, mit einem Bett in einem bescheidenen Zimmer in einem sikkimesischen Haus und dreimal Essen am Tag belohnt.
Pala's Place
Pala, ehemals der Koch des Dalai Lamas:) , ist selbst ein Lama, 72 Jahre alt und bedingt durch seine morgendliche (4Uhr), tibetische Meditation noch topfit. Er hat uns mit seiner Familie morgens, mittags und abends mit feinster sikkimesischer Kueche verwoehnt!!! Alles aus dem Urwald: frisch gepflueckte Nesseln, Pilze, Farne...Eigentlich gab es immer Reis, Gemuese und Dahl, doch immernoch das leckerste Essen, dass ich in Indien hatte.
Die ersten zwei Tage dachte ich, ich muss sofort wieder weg. Es war eiskalt und der Nebel huellte alles in seine kalten Arme, meine Knochen durchgefroren, meine Laune eher an einem Tiefpunkt...
doch dann-
Sonnenschein und der Ort ist ein Paradies...vor mir der dritt hoechste Berg der Welt: Kanchanjunga, zeigt sich von seiner schoensten Seite. Bluetenweiss hebt er sich, von dem vor ihm thronenden, Gebirgen ab. Wie ein Sahnehaeubchen liegt er vor mir...ich gerate in den Bann der Berge:), schnitze mit meinem schweizer Messer Haekelnadeln aus Bambus und lasse die Seele in den Bergen baumeln.
Eine homogene Mischung aus Kulturen, Religionen und Traditionen treffen in Sikkim aufeinander. Lepchas (die Ureinwohner Sikkims, die etw. im 13 Jhd. aus Assam eingewandert sind und auf steilen Berghaengen leben), Bhutia, Tibeter und Inder leben in dieser unberuehrten, natuerlichen Schoenheit (trotz mancher Konflikte) friedlich miteinander. Alle tragen ihre traditionellen Gewaender: die Inderinnen sind in ihre farbenfrohen Saris und Shalwar Kameze gehuellt, die Nepalifrauen haben bunte Roecke und Wickeloberteile an, am auffaelligsten sind ihre goldenen, schweren Nasenringe. Die Tibeterinnen schluepfen in dunkelfarbige Wickelkleider (verheiratete Frauen ziehen bunt gestreifte Schuerzen darueber) und binden ihr Kopftuch eher turbanartig. Man kann stundenlang damit verbringen, einfach nur dazusitzen und diese Pracht zu bewundern. Auch die Maenner tragen traditionelle Shalwar Kameze oder Tibetische Gewaender....wunderschoen!
Unser naechster Stop: Kechopari Lake. Ebenso im Westen Sikkims gelegen hat dieser Wunsch-See die Form eines riesengrossen Fussabdrucks und ist heilig (was auch sonst?!).
Der See liegt inmitten von Urwaldbergen und ist umzaeunt von Mantraflaggen. Sobald man in seine Naehe kommt, ueberkommt einen eine grosse, tiefe Ruhe. Es ist gaaaanz still drumherum
-nur die Voegel zwitschern....und die Gebete werden vom Wind fortgetragen...
Das faszinierende an diesem See idt, dass obwohl er umzaeunt ist von einem Urwald, kein einziges Blatt auf seinem Ruecken liegt.
Es heisst, dass sobald ein Blatt in den See faellt ein Vogel kommt und es "herraustraegt".
Vom Kechopari Lake einen sehr steilen, rutschigen Berg eine halbe Stunde mit Rucksack rauf-
(und das ist das erste mal auf meiner Reise, dass ich mich freue einen Rucksack dabeizuhaben) befindet sich Pala's Palace. Auf dem Plateau, das von einem kleinen Bergdorf (Palas Familie)bewohnt wird, werden die Touristen, die diesen Pilgeraufstieg meistern, mit einem Bett in einem bescheidenen Zimmer in einem sikkimesischen Haus und dreimal Essen am Tag belohnt.
Pala's Place
Pala, ehemals der Koch des Dalai Lamas:) , ist selbst ein Lama, 72 Jahre alt und bedingt durch seine morgendliche (4Uhr), tibetische Meditation noch topfit. Er hat uns mit seiner Familie morgens, mittags und abends mit feinster sikkimesischer Kueche verwoehnt!!! Alles aus dem Urwald: frisch gepflueckte Nesseln, Pilze, Farne...Eigentlich gab es immer Reis, Gemuese und Dahl, doch immernoch das leckerste Essen, dass ich in Indien hatte.
Die ersten zwei Tage dachte ich, ich muss sofort wieder weg. Es war eiskalt und der Nebel huellte alles in seine kalten Arme, meine Knochen durchgefroren, meine Laune eher an einem Tiefpunkt...
doch dann-
Sonnenschein und der Ort ist ein Paradies...vor mir der dritt hoechste Berg der Welt: Kanchanjunga, zeigt sich von seiner schoensten Seite. Bluetenweiss hebt er sich, von dem vor ihm thronenden, Gebirgen ab. Wie ein Sahnehaeubchen liegt er vor mir...ich gerate in den Bann der Berge:), schnitze mit meinem schweizer Messer Haekelnadeln aus Bambus und lasse die Seele in den Bergen baumeln.
Sonntag, 13. April 2008
Magisches Sikkim
Meine ewig lange Zugfahrt von Kalkotta nach New Jaipalguri, in einem second class upper sleeper, bescherte mir einen Blick auf die Geschehnisse in einem indischen Zugabteil, aus der Vogelsperspektive."Chaicoffe,chaikoffe,chaichaichaicha" -
"Muri,murimurimurimuri"ruft es durch den Zug.
Ein Mann mit einem wunderschoenen Moustache hat ein Tablett um den Hals gebunden und bleibt direkt unter mir stehen. Auf seinem Tablett: Dosen verschiedenen Inhalts, er nimmt ein Blechbehaeltnis, wirft eine Hand voll gepoppten Reis hinein, nach Geschmack wird nun etwas Zwiebel, Massalla, Erdnuesse, gekochte Kartoffeln und ein Schuss Oel hinzugefuegt, dann wird das ganze kurz durchegeschuettelt und kommt in ein Zeitungshoernchen.
"Murimurimurimuri" schreit der Verkaeufer und laeuft weiter.
Es gibt verschiedenste Arten von Bettlern.
Mein Favorit: Die Transvestite in pinkem Sari, die die Geldscheine gefalten zwischen ihren Fingern, wie einen Faecher haelt und nur in die Haende zu klatschen braucht um die jungen, frischverheirateten indischen Maenner zum zahlen zu bringen:)
Eine schlaflose Nacht spaeter werde ich am Bahnhof New Jaipaguri von indischen Hintern begruesst, die gerade ihr Morgengeschaeft gen Schienen verrichten.
Mit der Fahrrad Rikchaw halb aus dem Sitz fliegend zum Siliguri Busbahnhof ...
und weiter Richtung Sikkim.
Vor den Toren Sikkims sitzen Tibeter und protestieren friedlich fuer ein freies Tibet. ..
Meine Sondergenehmigung um Sikkim zu besuchen in der Tasche muss ich 6 Sammeljeeps (Hauptforbewegungsmittel inSikkim) wechseln. Bei jedem Jeepwechsel wird eine Schicht Kleidung aufgelegt und letztendlich komme ich endlich inTashiding, einem kleinen Dorf im Westen Sikkims an.
Magical Sikkim
-Ohm Mane Padme Hung- eines der beliebtesten tibetischen Mantras ist ueberall in die in Steinwaende eingemeiselt und bunt angemalt. Die Strassen sind eingerahmt von riesig hohen Bambusstaeben an denen Gebetsflaggen haengen und die mit Hilfe des Windes, die Mantras ueber das ganze Land verteilen. Die Moenche sind hier in bordeauxfarbene Kutten gewickelt und die Haeuser sind aus Holz und tuerkis und hellblau angestrichen. Es ist unglaublich!
Die Landschaft, eine Mischung aus Alpen und Dschungel mit Terrassen fuer den Ackerbau, die in die steilen Berge eingelassen sind, sieht traumhaft schoen aus.
"Tashiding is a sacred place, madam. Tourists were not allowed to come to Tashiding for a very long time. "
Tashiding liegt etwa auf 1500m. Von dem kleinen Dorf aus kann man einen wunderschoenen Spaziergang bergauf zu einem tibetischen Monastir machen. Ich wohne im Blue Bird Hotel dem aeltesten Gebaeude in Sikkim, dass von Suraj und Arita gefuehrt wird. Mama Arita verwoehnt uns mit sikkimisischen Koestlichkeiten: vegetarischen Momos (mit Aubergine gefuellte grosse Tortellini, die gegart werden) diese werden mit einem Pickels-Chili Dip serviert und tibetischem Brot (kleinen, flachen Fladen), Ricepudding mit Kokosnussstueckchen und special Tea (so wird hier der Masala Tee genannt).
Hot Springs
um nicht allzusehr der Faulheit zu erliegen beschliessen Blake, mein englischer Kumpel, Eli eine 18jaehrige Englaenderin und ich einen Ausflug zu den Hot Springs in Polok zu machen.
Mehlika trekking in the moutains of Sikkim:)
Statt besagter 3,5 Stunden legen wir drei einen 8 Stunden dauerlauf, durch die Kardamonfelder Sikkims bergauf und ab und auf und ab ueber ausgetrocknete riesen Wasserfaelle und Trampelpfade hin, um kurz nach Sonnenuntergang endlich total erledigt die Hot Springs und somit eine Huette zu erreichen. Wir schlafen in der Huette Die Hot Springs liegen nahe des Flusses und sind nur zu dieser Jahreszeit erreichbar. Aus den Bergen tritt heisses (etwa 50C) , schwefelhaltiges Wasser aus, dass in kleine Becken fliesst. Eine Gruppe von Indern beobachtet uns beim baden- daran muss man sich in Indien gewoehnen, alles was Touristen machen scheint besonders interessant zu sein. Eli geht mit ihren Klamotten ins siedend heisse Wasser ich wickle mich in mein "Kambodia-Badetuch"...ah, Entspannung fuer die ueberbelasteten Muskeln...und danach ab in den eiskalten Fluss:)
Fortsetzung folgt.
"Muri,murimurimurimuri"ruft es durch den Zug.
Ein Mann mit einem wunderschoenen Moustache hat ein Tablett um den Hals gebunden und bleibt direkt unter mir stehen. Auf seinem Tablett: Dosen verschiedenen Inhalts, er nimmt ein Blechbehaeltnis, wirft eine Hand voll gepoppten Reis hinein, nach Geschmack wird nun etwas Zwiebel, Massalla, Erdnuesse, gekochte Kartoffeln und ein Schuss Oel hinzugefuegt, dann wird das ganze kurz durchegeschuettelt und kommt in ein Zeitungshoernchen.
"Murimurimurimuri" schreit der Verkaeufer und laeuft weiter.
Es gibt verschiedenste Arten von Bettlern.
Mein Favorit: Die Transvestite in pinkem Sari, die die Geldscheine gefalten zwischen ihren Fingern, wie einen Faecher haelt und nur in die Haende zu klatschen braucht um die jungen, frischverheirateten indischen Maenner zum zahlen zu bringen:)
Eine schlaflose Nacht spaeter werde ich am Bahnhof New Jaipaguri von indischen Hintern begruesst, die gerade ihr Morgengeschaeft gen Schienen verrichten.
Mit der Fahrrad Rikchaw halb aus dem Sitz fliegend zum Siliguri Busbahnhof ...
und weiter Richtung Sikkim.
Vor den Toren Sikkims sitzen Tibeter und protestieren friedlich fuer ein freies Tibet. ..
Meine Sondergenehmigung um Sikkim zu besuchen in der Tasche muss ich 6 Sammeljeeps (Hauptforbewegungsmittel inSikkim) wechseln. Bei jedem Jeepwechsel wird eine Schicht Kleidung aufgelegt und letztendlich komme ich endlich inTashiding, einem kleinen Dorf im Westen Sikkims an.
Magical Sikkim
-Ohm Mane Padme Hung- eines der beliebtesten tibetischen Mantras ist ueberall in die in Steinwaende eingemeiselt und bunt angemalt. Die Strassen sind eingerahmt von riesig hohen Bambusstaeben an denen Gebetsflaggen haengen und die mit Hilfe des Windes, die Mantras ueber das ganze Land verteilen. Die Moenche sind hier in bordeauxfarbene Kutten gewickelt und die Haeuser sind aus Holz und tuerkis und hellblau angestrichen. Es ist unglaublich!
Die Landschaft, eine Mischung aus Alpen und Dschungel mit Terrassen fuer den Ackerbau, die in die steilen Berge eingelassen sind, sieht traumhaft schoen aus.
"Tashiding is a sacred place, madam. Tourists were not allowed to come to Tashiding for a very long time. "
Tashiding liegt etwa auf 1500m. Von dem kleinen Dorf aus kann man einen wunderschoenen Spaziergang bergauf zu einem tibetischen Monastir machen. Ich wohne im Blue Bird Hotel dem aeltesten Gebaeude in Sikkim, dass von Suraj und Arita gefuehrt wird. Mama Arita verwoehnt uns mit sikkimisischen Koestlichkeiten: vegetarischen Momos (mit Aubergine gefuellte grosse Tortellini, die gegart werden) diese werden mit einem Pickels-Chili Dip serviert und tibetischem Brot (kleinen, flachen Fladen), Ricepudding mit Kokosnussstueckchen und special Tea (so wird hier der Masala Tee genannt).
Hot Springs
um nicht allzusehr der Faulheit zu erliegen beschliessen Blake, mein englischer Kumpel, Eli eine 18jaehrige Englaenderin und ich einen Ausflug zu den Hot Springs in Polok zu machen.
Mehlika trekking in the moutains of Sikkim:)
Statt besagter 3,5 Stunden legen wir drei einen 8 Stunden dauerlauf, durch die Kardamonfelder Sikkims bergauf und ab und auf und ab ueber ausgetrocknete riesen Wasserfaelle und Trampelpfade hin, um kurz nach Sonnenuntergang endlich total erledigt die Hot Springs und somit eine Huette zu erreichen. Wir schlafen in der Huette Die Hot Springs liegen nahe des Flusses und sind nur zu dieser Jahreszeit erreichbar. Aus den Bergen tritt heisses (etwa 50C) , schwefelhaltiges Wasser aus, dass in kleine Becken fliesst. Eine Gruppe von Indern beobachtet uns beim baden- daran muss man sich in Indien gewoehnen, alles was Touristen machen scheint besonders interessant zu sein. Eli geht mit ihren Klamotten ins siedend heisse Wasser ich wickle mich in mein "Kambodia-Badetuch"...ah, Entspannung fuer die ueberbelasteten Muskeln...und danach ab in den eiskalten Fluss:)
Fortsetzung folgt.
Dienstag, 25. März 2008
Namaste aus Kalkota: "The city of Joy"
Nach zwei herrlichen Wochen in denen ich meinen Durst nach meinen Freunden mit Joerg, Noi, Jasmin-Mali, Hedwig und Karla ein wenig stillen konnte, sitze ich nun in Kalkota, the city of joy.
Die buddhistische Hochzeit von Joerg und Noi war bezaubernd. Leider habe ich die Vorbereitungen zu den Festlichkeiten verpasst, in denen Familie und Freunde gemeinsam den Urwald vor dem Haus von Nois Mutter in Potharam in eine Hochzeitskulisse verwandelt haben: vollbehangen mit weissen Bluetenketten, Bambuskugellampions, mit Karaokebuehne , einem Altar, riesen Fotos von den Beiden und unmengen an Essen. Es war ein Traum!
Die Hochzeitszeremonie fing schon um sechs Uhr morgens an, da wir beim Onkel mit allen anderen Jugendlichen uebernachtet haben, haben wir auch die erste Zeremonie mit den Moenchen versaeumt, leider.
Als wir um kurz nach 8 Uhr ankamen war die ganze Hochzeitsgesellschaft schon kraeftig am essen und trinken. Zu Ehren des Braeutigams gab es einen Bierzapfhahn:) und die Maenner waren dank diesem schon vormittags alle sehr heiter und vergnuegt.
Die Zeremonien waren herrlich....
mein Lieblingsteil war der ganz am Anfang: wir (die Freunde des Braeutigams) haben den Braeutigam in voller Montur in ein benachbartes Haus begleitet. Dort haben etliche Tabletts gefuellt mit Schweinebaeuchen, Huehnern, Fischen, gefuellten Bananenblaettern und Bananenstauden und tausend anderen Flaschen und Speisen auf uns gewartet. Wir durften diese dann hinter einer Bande buntgekleideter tanzend und trommelnder Kinder 20 Minuten durch die sengende Mittagshitze tragen. Johlend, trommelnd und tanzend haben wir vor dem Hausgatter des Brauthauses, das verschlossen war halt gemacht und der Braeutigam musste Einlassgeld (das zuvor in rosane Briefumschlaege gelegt wurde) zahlen um sich in das Haus seiner Braut Eintritt zu verschaffen.
Eine herrliche Spielerei und so ging es denn auch weiter. Alle waren gluecklich und es war wunder wunderschoen. Nocheinmal ein herzliches dankeschoen euch Beiden!!!
Zu unserem Bedauern war die Hochzeit um 12 Uhr mittags schon vorbei, alle Gaeste verschwunden und um 2 waren alle Hinweise auf ein gewesenes Fest beseitigt.
Wie immer moechte ich noch viel viel mehr dazu erzaehlen und meine Lieben nicht enttaeuschen, jedoch faehrt mein Taxi in 10min zum Bahnhof und ich ziehe in den Norden nach Sikkim, in den Himalaja zwischen Nepal und Tibet und bin so aufgeregt und stehe unter grossem Zeitdruck.
Kurz noch zu Kalkota: die Stadt ist verrueckt, ein Energieort....soviel Armut und soviele froehlich Menschen...
es leben hier 1Milion Menschen auf der Strasse!!!, ueberall kraehen Kraehen und essen die Reste von toten Tieren und Dreck..Die Frauen in ihren quietschebunten Saris , die Maenner mit ihren hochgezogenen Hosen und Schnauzern, die nach oben gedreht sind und immer kucken...ich fuehle mich wie in einem Zeitloch...back to reality...
(ich habe mich in einen wunderschoenen gelborangegebluemten SeidenSari gewickelt)
Es ist viel krasser als ich es mir dachte...nicht mit den Maennern, die sind wie in Istanbul, das ist nicht so schlimm, die Gerueche: nach Raeucherstaebchen, Feuer, Rauch gemischt mit Chai und Pissgeruch und essen...
Heute morgen war ich ganz frueh wach und habe der Stadt beim aufwachen zugesehen, da stehen dann die Maenner auf der Strasse , auf der es aus den Tonkruegen mit Kohle raucht, und putzen sich in karrierte Tuecher gehuellt, noch voller Farbe von Happy Holy (ein Fest, bei dem sich die Inder 2 Tage lang mit Farbe bewerfen, das ich leider um einen Tag verpasst habe) die Zaehne und waschen sich...mitten auf der Strasse..dann fangen die einen an Chai zu kochen, die anderen fegen die Strassen, die voll dreck sind und ein geschaeftiges Treiben nimmt seinen lauf. Fast jeder hier spricht englisch und wenn sie erfahren, dass ich Tuerkin bin und Muslimin freuen sich gaaaanz viele, weil in Kalkutta der muslimische Anteil recht hoch ist. Dieser Ort ist voller Energien, die mich ueberwaeltigen.
Hier gibt es Riksha "fahrer" ohne Fahrrad und Motorrad...die laufen und ziehen einen auf einem hohen Wagen hinter sich her... gelbe alte englische Autos, in denen man sogar rauchen darf:)...etc.
muss leider los...
P.S. Es gibt einen Film ueber so einen Riksha laeufer in Kalkota...der Titel: "City of Joy"
viel Spass!
ich schicke euch Ohmgruesse
eure Meme
aus The city of Joy
Die buddhistische Hochzeit von Joerg und Noi war bezaubernd. Leider habe ich die Vorbereitungen zu den Festlichkeiten verpasst, in denen Familie und Freunde gemeinsam den Urwald vor dem Haus von Nois Mutter in Potharam in eine Hochzeitskulisse verwandelt haben: vollbehangen mit weissen Bluetenketten, Bambuskugellampions, mit Karaokebuehne , einem Altar, riesen Fotos von den Beiden und unmengen an Essen. Es war ein Traum!
Die Hochzeitszeremonie fing schon um sechs Uhr morgens an, da wir beim Onkel mit allen anderen Jugendlichen uebernachtet haben, haben wir auch die erste Zeremonie mit den Moenchen versaeumt, leider.
Als wir um kurz nach 8 Uhr ankamen war die ganze Hochzeitsgesellschaft schon kraeftig am essen und trinken. Zu Ehren des Braeutigams gab es einen Bierzapfhahn:) und die Maenner waren dank diesem schon vormittags alle sehr heiter und vergnuegt.
Die Zeremonien waren herrlich....
mein Lieblingsteil war der ganz am Anfang: wir (die Freunde des Braeutigams) haben den Braeutigam in voller Montur in ein benachbartes Haus begleitet. Dort haben etliche Tabletts gefuellt mit Schweinebaeuchen, Huehnern, Fischen, gefuellten Bananenblaettern und Bananenstauden und tausend anderen Flaschen und Speisen auf uns gewartet. Wir durften diese dann hinter einer Bande buntgekleideter tanzend und trommelnder Kinder 20 Minuten durch die sengende Mittagshitze tragen. Johlend, trommelnd und tanzend haben wir vor dem Hausgatter des Brauthauses, das verschlossen war halt gemacht und der Braeutigam musste Einlassgeld (das zuvor in rosane Briefumschlaege gelegt wurde) zahlen um sich in das Haus seiner Braut Eintritt zu verschaffen.
Eine herrliche Spielerei und so ging es denn auch weiter. Alle waren gluecklich und es war wunder wunderschoen. Nocheinmal ein herzliches dankeschoen euch Beiden!!!
Zu unserem Bedauern war die Hochzeit um 12 Uhr mittags schon vorbei, alle Gaeste verschwunden und um 2 waren alle Hinweise auf ein gewesenes Fest beseitigt.
Wie immer moechte ich noch viel viel mehr dazu erzaehlen und meine Lieben nicht enttaeuschen, jedoch faehrt mein Taxi in 10min zum Bahnhof und ich ziehe in den Norden nach Sikkim, in den Himalaja zwischen Nepal und Tibet und bin so aufgeregt und stehe unter grossem Zeitdruck.
Kurz noch zu Kalkota: die Stadt ist verrueckt, ein Energieort....soviel Armut und soviele froehlich Menschen...
es leben hier 1Milion Menschen auf der Strasse!!!, ueberall kraehen Kraehen und essen die Reste von toten Tieren und Dreck..Die Frauen in ihren quietschebunten Saris , die Maenner mit ihren hochgezogenen Hosen und Schnauzern, die nach oben gedreht sind und immer kucken...ich fuehle mich wie in einem Zeitloch...back to reality...
(ich habe mich in einen wunderschoenen gelborangegebluemten SeidenSari gewickelt)
Es ist viel krasser als ich es mir dachte...nicht mit den Maennern, die sind wie in Istanbul, das ist nicht so schlimm, die Gerueche: nach Raeucherstaebchen, Feuer, Rauch gemischt mit Chai und Pissgeruch und essen...
Heute morgen war ich ganz frueh wach und habe der Stadt beim aufwachen zugesehen, da stehen dann die Maenner auf der Strasse , auf der es aus den Tonkruegen mit Kohle raucht, und putzen sich in karrierte Tuecher gehuellt, noch voller Farbe von Happy Holy (ein Fest, bei dem sich die Inder 2 Tage lang mit Farbe bewerfen, das ich leider um einen Tag verpasst habe) die Zaehne und waschen sich...mitten auf der Strasse..dann fangen die einen an Chai zu kochen, die anderen fegen die Strassen, die voll dreck sind und ein geschaeftiges Treiben nimmt seinen lauf. Fast jeder hier spricht englisch und wenn sie erfahren, dass ich Tuerkin bin und Muslimin freuen sich gaaaanz viele, weil in Kalkutta der muslimische Anteil recht hoch ist. Dieser Ort ist voller Energien, die mich ueberwaeltigen.
Hier gibt es Riksha "fahrer" ohne Fahrrad und Motorrad...die laufen und ziehen einen auf einem hohen Wagen hinter sich her... gelbe alte englische Autos, in denen man sogar rauchen darf:)...etc.
muss leider los...
P.S. Es gibt einen Film ueber so einen Riksha laeufer in Kalkota...der Titel: "City of Joy"
viel Spass!
ich schicke euch Ohmgruesse
eure Meme
aus The city of Joy
Donnerstag, 6. März 2008
Laos, oh wunderschoenes Laos...
Meine Liebsten,
nachdem es mir so schwer gefallen ist mich von Pai zu loesen, wollte ich in Laos angekommen, schnellstmoeglich Innerlands ziehen, um nicht der Versuchung zu erliegen, wieder nach Pai zurueckzukehren. Somit habe ich entgegen der Touri-Bibel "Lonely Planet"Empfehlungen und Warnungen von Huang Xia (der Thai-Lao Grenze) nach Luang Prabang ein Speedboat genommen.
Ein Speedboot in Laos, musste ich am Pier dann feststellen, ist einer Gondel beziehungsweise einem Stocherkahn aehnlich. Ein langes Boot, dass tief im Wasser liegt - nur eben mit Motorantrieb. Man sitzt auf kleinen Holzbalken zu zweit nebeneinander auf dem Boden des Bootes. Jeder bekommt eine quietscheorangene Schwimmweste, und einen Motorradschutzhelm (die mit den hochklappbaren Plastiksichtschutzteilen). Die Rucksaecke werden vorne an der Spitze des Bootes aufeinandergetuermt und mit einem Netz provisorisch befestigt. Das Speedboot fasst 8 Leute einschliesslich Fahrer, der gaanz hinten etwas erhoeht sitzt und das Boot den Mekong runter manoevriert. Vorbei an Felsen, die aus dem Mekong ragen und Strudeln, die sich ueberall bilden, den Wellen ausweichend, die von den Slowboats verursacht werden.
Die erste Stunde, dieser Mekongfahrt, dachte ich - nein ich war mir sicher: wir kippen um und ich werde im Mekong baden samt Rucksack und Kamera. Doch die Angst legte sich nach kurzer Zeit und schwenkte um in Freude, Spass und Abenteuer. Auf dem Ruecken des Mekong geritten! begleitet von Abschiedsmusik und around the world mixen....Die Wellen mit dem Hintern aufgefangen! Doch nach 6 Stunden war es dann auch genug:)
Luang Prabang erscheint hinter einem Berg, auf dem ein Wat steht. Eine kleine Stadt in franzoesischem Kolonialstil errichtet, mit wunderschoenen Maerkten mit laotischen Webereien, gebluemten Stoffen und wunderschoenem schwerem Silberschmuck. Doch mir zu touristisch...ziehe ich
Weiter nach Vang Vieng, einem zauberhaften Oertchen, gelegen zwischen Bergen, die sich wie maechtige Drachen ueber das Land legen und wie Festungen auf den kleinen Ort zufuehren, der am Sang Naam Fluss liegt. Auch hier, mal abgesehen von den Touristen, die entweder zu schlechter Trancemusik Happy* Shakes vernichten oder Happy* Meals in sich stopfend in den Restaurantketten aneinandergereiht, alle existierenden "Friends"Folgen, auf grossen Bildschirmen in sich saugen; eigentlich ein nettes Oertchen.
( *Happy bedeuted regional bedingt entweder ganja, mushrooms oder opium)
Dank meiner Bank, war ich auch hier ein wenig laenger als beabsichtigt. Genoss jedoch somit das Vergnuegen, das chinesische Neujahr mit Freunden (die ich in Kambodia kennengelernt habe) und laotischen Ureinwohnern zu feiern. Ich traf eine Gruppe von gleichaltrigen israelischen Paerchen und bekam somit die Gelegenheit in ihre Kultur und Ansichten zu schnuppern. Auf der Terrasse des Champa Lao Guesthouses, das Vang Vieng Tal zu Fuessen, die Berge wie Festungen erblickend, ....der Fluss sich durch das Tal schlaengelnd,...
habe ich mit ihnen drei Tage lang musiziert, gesungen, und ihren hebraeischen Liedern und Geschichten gelauscht und habe nebenbei auch noch ein bischen hebraeisch gelernt.
Da es im Norden zu kalt fuer mich war, habe ich beschlossen mit einem der Paerchen, Amir und Adi, weiter nach Sip Pon Don (den 4000 Inseln im Mekong) in den Sueden zu reisen.
Meine liebsten, ich habe nun 3 Wochen auf Dondet gelebt. Es ist unglaublich, dass ich gerade in Bangkok sitze, um darueber zu schreiben. (doch die Internetverbindung auf der Insel eher schlecht und teuer...)
Es war ein Traum. Himmlisch!!! Back to the roots!
In einem Bambushaeuschen auf Stelzen, ueber bzw. auf den Mekong und ein paar weitere Inseln blickend sind die tage verflogen.
Sip Pon Don, die 4000 Inseln, bestehen aus zwei bewohnten Hauptinseln DonDet und DonKhon und tausenden von kleineren Inseln, die teilweise sogar nur aus ein paar Bueschen und Baeumen bestehen. Auf meiner Lieblingsinsel steht nur ein Baum, ich nenne ihn meinen Afrika Baum, er streckt seine Aeste weitgefaechert gen Himmel als wolle er seine Krone, die im laufe des Tages seine Farbe von sattem gruen zu rotgold waechselt, in die Wolken stecken.
Das Leben hier ist noch langsamer.
Auf der Insel Dondet, gibt es keinen Strom. Nur abends zwischen sieben und zehn werden die Generatoren angeschmissen, damit man nicht im dunkeln essen muss. Es gibt kein fliessendes Wasser, beziehungsweise, wird welches vom Mekong hochgepumpt, um den Touristen, den Luxus des Duschens zu gestatten. Die Einheimischen baden alle im Mekong. Ich auch!:)
Wie die laotischen Frauen und Maenner, habe ich mir mein Tuch umgebunden und ab in den Mekong. Erst die Waesche waschen, dann mich selbst.
Ich habe direkt neben der Baeckerei gewohnt. Der Geruch von Zimt und frisch gebackenem Gebaeck hat mir mittags um 14 uhr, wenn Derren, der australische Baecker seine Karottenkuechlein und Schokoladenmuffins und Pilz-Knoblauchbroetchen fertig gebacken hat, die Sinne vernebelt.
"If you are in a hurry, you are in the wrong place!" ist das Motto von Laos.
Hier gibt es kein Gedraenge und Gezetere wie in Kambodia. Den Leuten in Laos ist es lieber man laesst sie in Ruhe ihr Nickerchen machen, als das man sie stoert. Alle haben eine Matratze oder ander Liegegelegenheit in der Naehe ihres Arbeitsplatzes (der meist auch ihre Wohnung ist) auf der sie sich zwischendrin immer mal wieder ablegen koennen. Wenn die Laoten nicht zuhause rumhaengen, trifft, bzw. sieht man sie bei Freunden ein paar Huetten weiter in einer Haengematte liegen.
Das Leben hier ist an die Sonnenstunden gebunden. Morgens um sechs ist meine Lieblingszeit (ich kanns selbst nicht glauben). Doch dann geht langsam die Sonne auf, und taucht die Landschaft in ein leicht violettes Licht , der Mekong glitzert rotblaeulich , die Voegel fangen an zu zwitschern, die Haehne kraehen und die Familie, bei der ich wohne beginnt ihren Tag und jeder geht geschaeftig seinen Aufgaben nach. Sisam badet, in ihr Wickeltuch gewickelt, im Mekong mit ihrer kleinen Schwester. Noi fegt die Baeckerei und die Restaurantterrasse aus und Sil faengt an die Zutaten fuer das Gebaeck zu schnippeln und abzuwiegen, waehrend ich meinen laotischen Kaffee mit sweet milk genuesslich schluerfe und meine Morgenseiten schreibe.
Frueh habe ich gelernt, das eine Sprache ein Mensch ist. Somit habe ich meine drei Wochen in Laos dazu genuzt, um mich auch ein bischen in dieser Sprache zu orientieren und tataaaa, ich kann small talks fuehren auf Laotisch, herrlich! Laotisch ist dem Thailaendischen sehr aehnlich nur viel froehlicher. Hallo heisst z.B. "sabeidie", wobei das "die" gaaanz lang gezogen wird und die Stimme dabei hochgeht. "Kop tchai lai lai" heisst vielen dank...
"Pai sai" ist eine Frage, die einem alle andauernd stellen..was soviel heisst wie:"wohin gehst du?" ..."ngang lean"=Fussspiel=spazieren:) meine Antwort.
...Die Laoten leben in Grossfamilien, meist alle zusammen in einem grossen Raum.
Was mich an Laos wirklich beeindruckt hat, ist abgesehen natuerlich von der herrlichen Landschaft, den froehlichen, freundlichen und entspannten Menschen, die Tatsache, dass es so gut wie keine Bettler gibt.
Was in Kambodia die Norm war, existiert in Laos so nicht. Die Tempel nehmen sich der obdachlosen Maenner an und die Frauen, die keine Familien haben und arm sind werden von den Marktfrauen verpflegt.
Meine Liesbsten, ich koennte noch stundenlang weitererzaehlen, von den franzoesischen Baguettes, die es hier ueberall gibt und den Mango,Kokosnuss Kuchen...(da haben die Franzosen echt was geleistet), von den Wasserbueffeln, die hier ueberall sind, wirklich ueberall, am Strand flacken mit den Touris... und ueber die Strassen trotten und im Mekong baden...
doch dann habe ich ja gar nichts mehr zu erzaehlen, wenn ich zurueckkomme;)
nun bin ich mal wieder in Bangkok.
Uebermorgen ist die Hochzeit von Joerg und Noi und ich freue mich irrsinnig die drei zu sehen.
Meine Plaene haben sich nun denn auch geaendert und ich fliege am 23.Maerz nach Indien:)
Bis dahin, koennt ihr mich unter der Thai nummer erreichen:)
Ihr Lieben
ich druecke und knuddle euch... sende euch all meine Liebe und hoffe bald von euch zu hoeren!
eure amelika
nachdem es mir so schwer gefallen ist mich von Pai zu loesen, wollte ich in Laos angekommen, schnellstmoeglich Innerlands ziehen, um nicht der Versuchung zu erliegen, wieder nach Pai zurueckzukehren. Somit habe ich entgegen der Touri-Bibel "Lonely Planet"Empfehlungen und Warnungen von Huang Xia (der Thai-Lao Grenze) nach Luang Prabang ein Speedboat genommen.
Ein Speedboot in Laos, musste ich am Pier dann feststellen, ist einer Gondel beziehungsweise einem Stocherkahn aehnlich. Ein langes Boot, dass tief im Wasser liegt - nur eben mit Motorantrieb. Man sitzt auf kleinen Holzbalken zu zweit nebeneinander auf dem Boden des Bootes. Jeder bekommt eine quietscheorangene Schwimmweste, und einen Motorradschutzhelm (die mit den hochklappbaren Plastiksichtschutzteilen). Die Rucksaecke werden vorne an der Spitze des Bootes aufeinandergetuermt und mit einem Netz provisorisch befestigt. Das Speedboot fasst 8 Leute einschliesslich Fahrer, der gaanz hinten etwas erhoeht sitzt und das Boot den Mekong runter manoevriert. Vorbei an Felsen, die aus dem Mekong ragen und Strudeln, die sich ueberall bilden, den Wellen ausweichend, die von den Slowboats verursacht werden.
Die erste Stunde, dieser Mekongfahrt, dachte ich - nein ich war mir sicher: wir kippen um und ich werde im Mekong baden samt Rucksack und Kamera. Doch die Angst legte sich nach kurzer Zeit und schwenkte um in Freude, Spass und Abenteuer. Auf dem Ruecken des Mekong geritten! begleitet von Abschiedsmusik und around the world mixen....Die Wellen mit dem Hintern aufgefangen! Doch nach 6 Stunden war es dann auch genug:)
Luang Prabang erscheint hinter einem Berg, auf dem ein Wat steht. Eine kleine Stadt in franzoesischem Kolonialstil errichtet, mit wunderschoenen Maerkten mit laotischen Webereien, gebluemten Stoffen und wunderschoenem schwerem Silberschmuck. Doch mir zu touristisch...ziehe ich
Weiter nach Vang Vieng, einem zauberhaften Oertchen, gelegen zwischen Bergen, die sich wie maechtige Drachen ueber das Land legen und wie Festungen auf den kleinen Ort zufuehren, der am Sang Naam Fluss liegt. Auch hier, mal abgesehen von den Touristen, die entweder zu schlechter Trancemusik Happy* Shakes vernichten oder Happy* Meals in sich stopfend in den Restaurantketten aneinandergereiht, alle existierenden "Friends"Folgen, auf grossen Bildschirmen in sich saugen; eigentlich ein nettes Oertchen.
( *Happy bedeuted regional bedingt entweder ganja, mushrooms oder opium)
Dank meiner Bank, war ich auch hier ein wenig laenger als beabsichtigt. Genoss jedoch somit das Vergnuegen, das chinesische Neujahr mit Freunden (die ich in Kambodia kennengelernt habe) und laotischen Ureinwohnern zu feiern. Ich traf eine Gruppe von gleichaltrigen israelischen Paerchen und bekam somit die Gelegenheit in ihre Kultur und Ansichten zu schnuppern. Auf der Terrasse des Champa Lao Guesthouses, das Vang Vieng Tal zu Fuessen, die Berge wie Festungen erblickend, ....der Fluss sich durch das Tal schlaengelnd,...
habe ich mit ihnen drei Tage lang musiziert, gesungen, und ihren hebraeischen Liedern und Geschichten gelauscht und habe nebenbei auch noch ein bischen hebraeisch gelernt.
Da es im Norden zu kalt fuer mich war, habe ich beschlossen mit einem der Paerchen, Amir und Adi, weiter nach Sip Pon Don (den 4000 Inseln im Mekong) in den Sueden zu reisen.
Meine liebsten, ich habe nun 3 Wochen auf Dondet gelebt. Es ist unglaublich, dass ich gerade in Bangkok sitze, um darueber zu schreiben. (doch die Internetverbindung auf der Insel eher schlecht und teuer...)
Es war ein Traum. Himmlisch!!! Back to the roots!
In einem Bambushaeuschen auf Stelzen, ueber bzw. auf den Mekong und ein paar weitere Inseln blickend sind die tage verflogen.
Sip Pon Don, die 4000 Inseln, bestehen aus zwei bewohnten Hauptinseln DonDet und DonKhon und tausenden von kleineren Inseln, die teilweise sogar nur aus ein paar Bueschen und Baeumen bestehen. Auf meiner Lieblingsinsel steht nur ein Baum, ich nenne ihn meinen Afrika Baum, er streckt seine Aeste weitgefaechert gen Himmel als wolle er seine Krone, die im laufe des Tages seine Farbe von sattem gruen zu rotgold waechselt, in die Wolken stecken.
Das Leben hier ist noch langsamer.
Auf der Insel Dondet, gibt es keinen Strom. Nur abends zwischen sieben und zehn werden die Generatoren angeschmissen, damit man nicht im dunkeln essen muss. Es gibt kein fliessendes Wasser, beziehungsweise, wird welches vom Mekong hochgepumpt, um den Touristen, den Luxus des Duschens zu gestatten. Die Einheimischen baden alle im Mekong. Ich auch!:)
Wie die laotischen Frauen und Maenner, habe ich mir mein Tuch umgebunden und ab in den Mekong. Erst die Waesche waschen, dann mich selbst.
Ich habe direkt neben der Baeckerei gewohnt. Der Geruch von Zimt und frisch gebackenem Gebaeck hat mir mittags um 14 uhr, wenn Derren, der australische Baecker seine Karottenkuechlein und Schokoladenmuffins und Pilz-Knoblauchbroetchen fertig gebacken hat, die Sinne vernebelt.
"If you are in a hurry, you are in the wrong place!" ist das Motto von Laos.
Hier gibt es kein Gedraenge und Gezetere wie in Kambodia. Den Leuten in Laos ist es lieber man laesst sie in Ruhe ihr Nickerchen machen, als das man sie stoert. Alle haben eine Matratze oder ander Liegegelegenheit in der Naehe ihres Arbeitsplatzes (der meist auch ihre Wohnung ist) auf der sie sich zwischendrin immer mal wieder ablegen koennen. Wenn die Laoten nicht zuhause rumhaengen, trifft, bzw. sieht man sie bei Freunden ein paar Huetten weiter in einer Haengematte liegen.
Das Leben hier ist an die Sonnenstunden gebunden. Morgens um sechs ist meine Lieblingszeit (ich kanns selbst nicht glauben). Doch dann geht langsam die Sonne auf, und taucht die Landschaft in ein leicht violettes Licht , der Mekong glitzert rotblaeulich , die Voegel fangen an zu zwitschern, die Haehne kraehen und die Familie, bei der ich wohne beginnt ihren Tag und jeder geht geschaeftig seinen Aufgaben nach. Sisam badet, in ihr Wickeltuch gewickelt, im Mekong mit ihrer kleinen Schwester. Noi fegt die Baeckerei und die Restaurantterrasse aus und Sil faengt an die Zutaten fuer das Gebaeck zu schnippeln und abzuwiegen, waehrend ich meinen laotischen Kaffee mit sweet milk genuesslich schluerfe und meine Morgenseiten schreibe.
Frueh habe ich gelernt, das eine Sprache ein Mensch ist. Somit habe ich meine drei Wochen in Laos dazu genuzt, um mich auch ein bischen in dieser Sprache zu orientieren und tataaaa, ich kann small talks fuehren auf Laotisch, herrlich! Laotisch ist dem Thailaendischen sehr aehnlich nur viel froehlicher. Hallo heisst z.B. "sabeidie", wobei das "die" gaaanz lang gezogen wird und die Stimme dabei hochgeht. "Kop tchai lai lai" heisst vielen dank...
"Pai sai" ist eine Frage, die einem alle andauernd stellen..was soviel heisst wie:"wohin gehst du?" ..."ngang lean"=Fussspiel=spazieren:) meine Antwort.
...Die Laoten leben in Grossfamilien, meist alle zusammen in einem grossen Raum.
Was mich an Laos wirklich beeindruckt hat, ist abgesehen natuerlich von der herrlichen Landschaft, den froehlichen, freundlichen und entspannten Menschen, die Tatsache, dass es so gut wie keine Bettler gibt.
Was in Kambodia die Norm war, existiert in Laos so nicht. Die Tempel nehmen sich der obdachlosen Maenner an und die Frauen, die keine Familien haben und arm sind werden von den Marktfrauen verpflegt.
Meine Liesbsten, ich koennte noch stundenlang weitererzaehlen, von den franzoesischen Baguettes, die es hier ueberall gibt und den Mango,Kokosnuss Kuchen...(da haben die Franzosen echt was geleistet), von den Wasserbueffeln, die hier ueberall sind, wirklich ueberall, am Strand flacken mit den Touris... und ueber die Strassen trotten und im Mekong baden...
doch dann habe ich ja gar nichts mehr zu erzaehlen, wenn ich zurueckkomme;)
nun bin ich mal wieder in Bangkok.
Uebermorgen ist die Hochzeit von Joerg und Noi und ich freue mich irrsinnig die drei zu sehen.
Meine Plaene haben sich nun denn auch geaendert und ich fliege am 23.Maerz nach Indien:)
Bis dahin, koennt ihr mich unter der Thai nummer erreichen:)
Ihr Lieben
ich druecke und knuddle euch... sende euch all meine Liebe und hoffe bald von euch zu hoeren!
eure amelika
Montag, 28. Januar 2008
canim ailem benimmmmmm
Hepinize "Pai"Taylandanin kuzeyin den, daglarin icinden, kucak dolusu sevgilerimi goenderiyorum. Hepinizi cok oezlueyorum, canlarim benim!
Cuma guenue Laos un yollarina atiliyorum.
o zamana dek, nefes exersisleriyle mesguluem:)
canim babaannem, dedem, halalarim, amcalarim, dayilarim, yengelerim, kuzenlerim tuem canlarim benim, ben cok iyiyim. Tuerkiyeye geldigimde bir suerue anlatacak hikayeler biriktiriyorum.... sizi cok seviyorum
mehlika
Cuma guenue Laos un yollarina atiliyorum.
o zamana dek, nefes exersisleriyle mesguluem:)
canim babaannem, dedem, halalarim, amcalarim, dayilarim, yengelerim, kuzenlerim tuem canlarim benim, ben cok iyiyim. Tuerkiyeye geldigimde bir suerue anlatacak hikayeler biriktiriyorum.... sizi cok seviyorum
mehlika
Stuck in Pai!
Hihi...;)
meine Liebsten, nach einer langen Pause melde ich mich mal wieder...
Bin immer noch in Pai. Ganz entgegen meinem Glauben, dass ich es nicht lange in den Bergen aushalten wuerde, bin ich hier jetzt schon seit fast drei Wochen.
Pai liegt in einem Tal, drumherum strecken sich die Berge, die Fuesse des Himalaya, und es fliesst ein kleiner Fluss hindurch, nachdem "das Dorf" benannt ist. Die Berge umarmen Pai als wollten sie das kleine Dorf beschuetzen. Um nach Pai zu gelangen muss man 762 Kurven, die sich durch die Berge schlengeln, nehmen...
Das Klima hier ist kuehler als im Rest des Landes, tagsueber erreichen wir Temperaturen an die 30 grad wohingegen es nachts auf etwa 5 runterkuehlt.
Die Luft ist herrlich frisch und sauber und traegt eine liebliche Note!!!
In den unberuehrten subtropischen Waeldern auf den Bergen wohnen die Hill Tribes, die man besuchen kann. Diese nennen sich Karen, Lisu und Lahu. Sie fuehren ein ganz einfaches Leben, gehen jagen, bauen Reis, Mais, Hanf und Opium an. Sie brennen ganze Gebiete ab, um fruchtbares Land zu erhalten. Sie haben verschiedene Sprachen und verschiedene Trachten, doch nur die Lisu tragen noch ihre traditionellen Gewaender, die in schrillem gruen, lila und pink einen Augenschmaus in Kombination mit der Landschaft, die sich gerade in der Winterphase befindet, doch wie bei uns im Herbst aussieht, darstellen. Diese Huegelige Landschaft, die sich in den praechtigesten Farben von sattem gruen ueber alle erdenklichen gelb, orange und rottoene erstreckt...mit den satten gruenen Reisfeldern drumherum, und den Bungalowansammlungen muss man einfach liebhaben.
Die Einwohner hier sind eine Mischung aus: den Hilltribes, Thailaendern aus Bangkok, Musikern, jungen westlich orientierten Thais, die sich Dreadlocks machen, haengengebliebenen alt- und junghippies und gaaaanz vielen Esoterischen Leuten aus aller Welt. Sie sind alle friedliebend und freundlich, was dem Ort eine angenehme, magische Atmosphaere verleiht.
Ich wuerde sagen Pai ist der Inbegriff von Idylle. Mit den Kuehen und Ochsen, die ueberall grasen und wiederkaeuen, den Huenern, die schon vor dem Morgengrauen um die Wette kraehen und seinen dicken Hunden, die schwanzwedelnd auf den Strassen abhaengen oder durch die Strassen trotten. Der Gesang des Muezzins wird vom Wind an meine Ohren getragen.
Pai besteht im Grunde aus etwa 3 Hauptstrassen, die durch Gassen miteinander verbunden sind und es fuehlt sich an, als waere man auf einem immerwaehrenden Festival.
Die LisuFrauen ziehen den ganzen Tag mit ihren Saecken voll mit bunten, selbstgewebten und genaehten Taeschchen, Bethelnuesse kauend, mit roten Muendern und zerfressenen Zaehnen durch die Strassen.
Abends sind die Hauptstrassen voll mit Essens- und Souvenirs staenden. Gegrillte Wildreisfladen mit sweet milk und brown suger, rice-corn and coconut pancakes, Maiskolben, Spiesschen, Suppen und Kraeutertees in riesen Tontoepfen zum aufwaermen in der Kuehle des abends.
An jeder Ecke kommt Live Musik, die sich von Reggae ueber Blues, Rock, Jazz ( mein Favorit: die GypsyBand in der Puh Pai Bar) erstreckt und die Klaenge der Instrumente mischen sich mit den Geruechen der Strassenstaende, der kleinen Bars und Restaurants.
Das Motto Pais: Doing nothing in Pai. "I just wanna go home and smoke"
Nichtstun ist angesagt!
Das schoene an Pai, man muss nicht:)
*man kann 20 Leute an einem Tag kennenlernen
*man kann auf spirituelle Reisen gehen: Yoga betreiben, meditieren, Reiki lernen oder
Thaimassage- oder kochkurse belegen
*man kann Pferde oder Elefanten reiten gehen
*man kann Trekkingausfluege durch die Berge zu den Hilltribes machen
*man kann durchfeiern, abends saufen und tagsueber chillen und den Kater auskurieren
*man kann den ganzen Tag im Good Life oder Witching Well oder sonst einem Cafe abhaengen,
Leute treffen, lesen und sich mit herbal Teas, Wheatgrass shots, Vitamin C and A shakes, die
Gesundheit aufpolieren
*man kann mit dem Motorrad die Umgebung erkunden....
aber eben: man muss nicht!
Ich habe von allem etwas mitgenommen. Meine Zeit in Pai ist fuer mich eine sehr praegende und ebenso wertvolle und transformierende. Zu Beginn habe ich erst einmal das Leben hier in mich aufgesogen, mich an den langsamen Rhythmus gewoehnt und die LiveMusik in vollen Zuegen genossen . Ich habe ein Lisu Dorf "Maew Village"besucht und dort eine Nacht mit den Einwohnern verbracht. Dazu sind wir 2 Stunden auf dem Motorrad die Berge hoch und runter geduest, teilweise auf Trampelpfaden...das war ein riesen Abenteuer!!!und erst der Sonnenuntergang, wenn man dann oben auf einem der Berge in dem Meer von Bergen steht...golden- rotgoldener Himmel, ein Nebelschleier zieht sich um die Fuesse, ein Traum!
Ich habe meinen Reiki 1 Kurs gemacht... meine Angst vor dem Roller ueberwunden (da der Verkehr in Pai sehr freundlich ist, fast keine Autos, wenige Motorraeder) und habe die Gegend erkundet, mit wehenden Dreadlocks durch die Huegel...Freiheit!!!
Ich war reiten... auf "Pai"einem kleinen Thailaendischen Wildpferd, in Pai durch den Fluss Pai in den Sonnenuntergang...
habe hunderte von Leuten kennengelernt und ein paar sehr schoene Freundschaften geschlossen....
und zu guter letzt habe ich gerade als ich gehen wollte meinen jetztigen spirituellen Fuehrer kennengelernt. Garuda. In dessen Retreat ich nun ein paar Tage Atemuebungen mache und versuche Altlasten loszuwerden und den inneren Buddha zu finden:) hihi...
Meine Liebsten... mir geht es sehr gut! ich vermisse euch alle sehr und Umarme euch gaaaanz feste. Ich hab euch sehr lieb.
Auf bald.
La Turqua
meine Liebsten, nach einer langen Pause melde ich mich mal wieder...
Bin immer noch in Pai. Ganz entgegen meinem Glauben, dass ich es nicht lange in den Bergen aushalten wuerde, bin ich hier jetzt schon seit fast drei Wochen.
Pai liegt in einem Tal, drumherum strecken sich die Berge, die Fuesse des Himalaya, und es fliesst ein kleiner Fluss hindurch, nachdem "das Dorf" benannt ist. Die Berge umarmen Pai als wollten sie das kleine Dorf beschuetzen. Um nach Pai zu gelangen muss man 762 Kurven, die sich durch die Berge schlengeln, nehmen...
Das Klima hier ist kuehler als im Rest des Landes, tagsueber erreichen wir Temperaturen an die 30 grad wohingegen es nachts auf etwa 5 runterkuehlt.
Die Luft ist herrlich frisch und sauber und traegt eine liebliche Note!!!
In den unberuehrten subtropischen Waeldern auf den Bergen wohnen die Hill Tribes, die man besuchen kann. Diese nennen sich Karen, Lisu und Lahu. Sie fuehren ein ganz einfaches Leben, gehen jagen, bauen Reis, Mais, Hanf und Opium an. Sie brennen ganze Gebiete ab, um fruchtbares Land zu erhalten. Sie haben verschiedene Sprachen und verschiedene Trachten, doch nur die Lisu tragen noch ihre traditionellen Gewaender, die in schrillem gruen, lila und pink einen Augenschmaus in Kombination mit der Landschaft, die sich gerade in der Winterphase befindet, doch wie bei uns im Herbst aussieht, darstellen. Diese Huegelige Landschaft, die sich in den praechtigesten Farben von sattem gruen ueber alle erdenklichen gelb, orange und rottoene erstreckt...mit den satten gruenen Reisfeldern drumherum, und den Bungalowansammlungen muss man einfach liebhaben.
Die Einwohner hier sind eine Mischung aus: den Hilltribes, Thailaendern aus Bangkok, Musikern, jungen westlich orientierten Thais, die sich Dreadlocks machen, haengengebliebenen alt- und junghippies und gaaaanz vielen Esoterischen Leuten aus aller Welt. Sie sind alle friedliebend und freundlich, was dem Ort eine angenehme, magische Atmosphaere verleiht.
Ich wuerde sagen Pai ist der Inbegriff von Idylle. Mit den Kuehen und Ochsen, die ueberall grasen und wiederkaeuen, den Huenern, die schon vor dem Morgengrauen um die Wette kraehen und seinen dicken Hunden, die schwanzwedelnd auf den Strassen abhaengen oder durch die Strassen trotten. Der Gesang des Muezzins wird vom Wind an meine Ohren getragen.
Pai besteht im Grunde aus etwa 3 Hauptstrassen, die durch Gassen miteinander verbunden sind und es fuehlt sich an, als waere man auf einem immerwaehrenden Festival.
Die LisuFrauen ziehen den ganzen Tag mit ihren Saecken voll mit bunten, selbstgewebten und genaehten Taeschchen, Bethelnuesse kauend, mit roten Muendern und zerfressenen Zaehnen durch die Strassen.
Abends sind die Hauptstrassen voll mit Essens- und Souvenirs staenden. Gegrillte Wildreisfladen mit sweet milk und brown suger, rice-corn and coconut pancakes, Maiskolben, Spiesschen, Suppen und Kraeutertees in riesen Tontoepfen zum aufwaermen in der Kuehle des abends.
An jeder Ecke kommt Live Musik, die sich von Reggae ueber Blues, Rock, Jazz ( mein Favorit: die GypsyBand in der Puh Pai Bar) erstreckt und die Klaenge der Instrumente mischen sich mit den Geruechen der Strassenstaende, der kleinen Bars und Restaurants.
Das Motto Pais: Doing nothing in Pai. "I just wanna go home and smoke"
Nichtstun ist angesagt!
Das schoene an Pai, man muss nicht:)
*man kann 20 Leute an einem Tag kennenlernen
*man kann auf spirituelle Reisen gehen: Yoga betreiben, meditieren, Reiki lernen oder
Thaimassage- oder kochkurse belegen
*man kann Pferde oder Elefanten reiten gehen
*man kann Trekkingausfluege durch die Berge zu den Hilltribes machen
*man kann durchfeiern, abends saufen und tagsueber chillen und den Kater auskurieren
*man kann den ganzen Tag im Good Life oder Witching Well oder sonst einem Cafe abhaengen,
Leute treffen, lesen und sich mit herbal Teas, Wheatgrass shots, Vitamin C and A shakes, die
Gesundheit aufpolieren
*man kann mit dem Motorrad die Umgebung erkunden....
aber eben: man muss nicht!
Ich habe von allem etwas mitgenommen. Meine Zeit in Pai ist fuer mich eine sehr praegende und ebenso wertvolle und transformierende. Zu Beginn habe ich erst einmal das Leben hier in mich aufgesogen, mich an den langsamen Rhythmus gewoehnt und die LiveMusik in vollen Zuegen genossen . Ich habe ein Lisu Dorf "Maew Village"besucht und dort eine Nacht mit den Einwohnern verbracht. Dazu sind wir 2 Stunden auf dem Motorrad die Berge hoch und runter geduest, teilweise auf Trampelpfaden...das war ein riesen Abenteuer!!!und erst der Sonnenuntergang, wenn man dann oben auf einem der Berge in dem Meer von Bergen steht...golden- rotgoldener Himmel, ein Nebelschleier zieht sich um die Fuesse, ein Traum!
Ich habe meinen Reiki 1 Kurs gemacht... meine Angst vor dem Roller ueberwunden (da der Verkehr in Pai sehr freundlich ist, fast keine Autos, wenige Motorraeder) und habe die Gegend erkundet, mit wehenden Dreadlocks durch die Huegel...Freiheit!!!
Ich war reiten... auf "Pai"einem kleinen Thailaendischen Wildpferd, in Pai durch den Fluss Pai in den Sonnenuntergang...
habe hunderte von Leuten kennengelernt und ein paar sehr schoene Freundschaften geschlossen....
und zu guter letzt habe ich gerade als ich gehen wollte meinen jetztigen spirituellen Fuehrer kennengelernt. Garuda. In dessen Retreat ich nun ein paar Tage Atemuebungen mache und versuche Altlasten loszuwerden und den inneren Buddha zu finden:) hihi...
Meine Liebsten... mir geht es sehr gut! ich vermisse euch alle sehr und Umarme euch gaaaanz feste. Ich hab euch sehr lieb.
Auf bald.
La Turqua
Donnerstag, 10. Januar 2008
Kambodiamylove
Meine Liebsten,
nun habe ich es endlich geschafft ein paar von meinen visuellen Eindruecken auf dieser Seite zu verewigen. Es ist gar nicht so einfach, mal ist der Rechner zu langsam, mal spinnt er.... egal- leider wieder keine Fotos von mir dabei, da ich alle FotoCDs in Bangkok per Post nach Hause geschickt habe.
Dafuer sind dies viele meiner schoensten Erlebnisse- in Bildern...
immer noch den Geruch Kambodias von in Knoblauch und Chili marinierten sonnengetrockneten Muscheln in der Nase sitze ich nun in Pai, einem Touri-Hippi-Aussteigernest, im Norden Thailands.
Die waerme der Tempelsteine in den Knochen, den Geruch der Raeucherstaebchen in den Dreads und Klamotten, sehne ich mich nach meinem Kambodia, dass es mir mit seinen einfachen und doch so ehrlichen Menschen und unmengen von Kindern angetan hat.
Die rote Erde Angkor Wats haengt immer noch an den Hosenbeinen, die kurzgeschorenen alten Damen mit ihren karrierten Arbeitertuechern ueber der Schulter und den von Bethelnuessen zerfressenen roten Zaehnen, haengen immer noch in meinem Gedaechtnis und die Bilder der tausenden spielenden und arbeitenden Kindern sind tief verankert in meinem Herzen.
All dies tragend reise ich nun weiter.
Eigentlich sollte hier ein Reggaefestival stattfinden, dieses wurde jedoch wegen dem Tod der Schwester des Koenigs verschoben ...
Da eine kleine Erkaeltung im Anmarsch ist und meine EC Karten den Geist aufgeben, werde ich erst mal in Pai bleiben.
Ich schicke euch tausend Hippie-Dready kuesse
und freue mich, mal von euch zu hoeren.
Tel: 0066873490916
eure mehliinpai
nun habe ich es endlich geschafft ein paar von meinen visuellen Eindruecken auf dieser Seite zu verewigen. Es ist gar nicht so einfach, mal ist der Rechner zu langsam, mal spinnt er.... egal- leider wieder keine Fotos von mir dabei, da ich alle FotoCDs in Bangkok per Post nach Hause geschickt habe.
Dafuer sind dies viele meiner schoensten Erlebnisse- in Bildern...
immer noch den Geruch Kambodias von in Knoblauch und Chili marinierten sonnengetrockneten Muscheln in der Nase sitze ich nun in Pai, einem Touri-Hippi-Aussteigernest, im Norden Thailands.
Die waerme der Tempelsteine in den Knochen, den Geruch der Raeucherstaebchen in den Dreads und Klamotten, sehne ich mich nach meinem Kambodia, dass es mir mit seinen einfachen und doch so ehrlichen Menschen und unmengen von Kindern angetan hat.
Die rote Erde Angkor Wats haengt immer noch an den Hosenbeinen, die kurzgeschorenen alten Damen mit ihren karrierten Arbeitertuechern ueber der Schulter und den von Bethelnuessen zerfressenen roten Zaehnen, haengen immer noch in meinem Gedaechtnis und die Bilder der tausenden spielenden und arbeitenden Kindern sind tief verankert in meinem Herzen.
All dies tragend reise ich nun weiter.
Eigentlich sollte hier ein Reggaefestival stattfinden, dieses wurde jedoch wegen dem Tod der Schwester des Koenigs verschoben ...
Da eine kleine Erkaeltung im Anmarsch ist und meine EC Karten den Geist aufgeben, werde ich erst mal in Pai bleiben.
Ich schicke euch tausend Hippie-Dready kuesse
und freue mich, mal von euch zu hoeren.
Tel: 0066873490916
eure mehliinpai
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Siem Reap
S21, eine ehemalige Schule, die waehrend des Khmer Rouge Regimes zum Gefaengnis umfuntionioniert wurde ,und die Killing Fields, die Massengraeber, die mir immer noch eine Gaensehaut verursachen im Petto habe ich mir auch die schoenen Seiten Phnom Penhs angesehen, das Nachtleben gekostet und den Golden Palace und die Silver Pagode mit dem groessten emerald Buddha (der ganz klein ist) besichtigt.
Auf der Mekong Insel habe ich die Seidenweberinnen besucht, die ihre Webstuehle unter ihren "Haeusern auf Stelzen" stehen haben (danke fuer den Tip!) und dann den Kambodianern beim Baden im Mekong zugesehen (die an den Strand geschwemmten toten Fische haben mich davon abgehalten auch ein kleines Abkuehlungsbad zu nehmen) .
Zu Weihnachten habe ich mir dann die Bootsfahrt den Tonle Sap River hoch nach Siem Reap gegoennt. Die 6 Stunden fahrt auf dem Schiff, ohne wirkliche Sitzgelegenheit, haben mir einen wundervollen Teint beschert:), so dass ich nun etwas dunkler bin als die Kambodianer.
Zum ersten Weihnachtsfeiertag habe ich mir den Sonnenaufgang in Angkor Wat angesehen und war wie verzaubert. Waehrend meine Freunde das Bein geschuettelt haben bin ich mit guter Musik auf den Ohren durch die Ruinen und Tempel des alten Khmer Imperiums gezogen und habe die Luft vergangener Zeiten eingeatmet. Es ist faszinierend!!!
Auf der Mekong Insel habe ich die Seidenweberinnen besucht, die ihre Webstuehle unter ihren "Haeusern auf Stelzen" stehen haben (danke fuer den Tip!) und dann den Kambodianern beim Baden im Mekong zugesehen (die an den Strand geschwemmten toten Fische haben mich davon abgehalten auch ein kleines Abkuehlungsbad zu nehmen) .
Zu Weihnachten habe ich mir dann die Bootsfahrt den Tonle Sap River hoch nach Siem Reap gegoennt. Die 6 Stunden fahrt auf dem Schiff, ohne wirkliche Sitzgelegenheit, haben mir einen wundervollen Teint beschert:), so dass ich nun etwas dunkler bin als die Kambodianer.
Zum ersten Weihnachtsfeiertag habe ich mir den Sonnenaufgang in Angkor Wat angesehen und war wie verzaubert. Waehrend meine Freunde das Bein geschuettelt haben bin ich mit guter Musik auf den Ohren durch die Ruinen und Tempel des alten Khmer Imperiums gezogen und habe die Luft vergangener Zeiten eingeatmet. Es ist faszinierend!!!
Samstag, 22. Dezember 2007
Frohe Weihnachten!!!
Meine Liebsten,
auch wenn es sich hier so ueberhaupt nicht nach Weihnachten anfuehlt...-da 35C schwuel....
moechte ich Euch allen doch auf diesem Wege ein wunderschoenes Weihnachtsfest wuenschen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!!!
Ich habe mich in den letzten Tagen mit der tragischen Geschichte Kambodias auseinandergesetzt: Zwischen 1975-79 wurden hier 2 Millionen Menschen gefoltert und ermordet. Ein als Revoluter verkleideter Pol Pot wollte hier seine marxisitschen Ideen verwirklichen und Kambodia retten.
Er hat im Zuge dessen fast ein drittel seiner eigenen Bevoelkerung (die Bildungsschicht) einfach ausradieren lassen, um eine Gesellschaft der Arbeiter und Bauern zu schaffen. Kinder wurden als Folterer und Moerder missbraucht und jeder, den man hier trifft, hat Familie und Freunde in diesem "Buergerkrieg" verloren,-war Teil dessen...Es ist unheimlich.
Meine Weiterreise wurde durch einen Wanzenbefall herausgezoegert und ich plage mich mit den juckenden Strassen auf meinem Koerper. Daher halte ich diesen blog kurz.
Feiert schoen und geniesst die gemeinsamen Tage.
Ich habe euch alle in meinem Herzen.
Gruesse, Kuesse, dicke Umarmungen aus Phnom Penh, der Geisterstadt
Eure Mehlique
auch wenn es sich hier so ueberhaupt nicht nach Weihnachten anfuehlt...-da 35C schwuel....
moechte ich Euch allen doch auf diesem Wege ein wunderschoenes Weihnachtsfest wuenschen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!!!
Ich habe mich in den letzten Tagen mit der tragischen Geschichte Kambodias auseinandergesetzt: Zwischen 1975-79 wurden hier 2 Millionen Menschen gefoltert und ermordet. Ein als Revoluter verkleideter Pol Pot wollte hier seine marxisitschen Ideen verwirklichen und Kambodia retten.
Er hat im Zuge dessen fast ein drittel seiner eigenen Bevoelkerung (die Bildungsschicht) einfach ausradieren lassen, um eine Gesellschaft der Arbeiter und Bauern zu schaffen. Kinder wurden als Folterer und Moerder missbraucht und jeder, den man hier trifft, hat Familie und Freunde in diesem "Buergerkrieg" verloren,-war Teil dessen...Es ist unheimlich.
Meine Weiterreise wurde durch einen Wanzenbefall herausgezoegert und ich plage mich mit den juckenden Strassen auf meinem Koerper. Daher halte ich diesen blog kurz.
Feiert schoen und geniesst die gemeinsamen Tage.
Ich habe euch alle in meinem Herzen.
Gruesse, Kuesse, dicke Umarmungen aus Phnom Penh, der Geisterstadt
Eure Mehlique
Dienstag, 18. Dezember 2007
Abenteuer: Kambodia
Der Grenzuebergang von Thailand nach Kambodia war einschuechternd.
Abgesehen davon, dass die Strasse sich 2 km vor Kambodia in einen rot-erdig-steinernen Pfad aufloeste, wollten die Kambodianer meine Dollar nicht und lieber Baht (die Thai-Waehrung) und davon viel und auf einmal standen 5 Maenner da, die behaupteten, sie haetten meine Tasche ruebergetragen und wollten Geld, daneben ein Kind das mich mit traurigen Augen ansah und auch um Geld bettelte, und ein Typ, der mir versuchte zwischen all dem Trubel eine Stange Kippen fuer 10 $ anzudrehen. Mein Fahrer verstand sich gut darin, mich noch mehr unter Druck zu setzen in dem er die anderen unterstuetze...
Ich muss sehr amuesant ausgesehen haben: ich umzingelt von 6 Maennern vor einem Minibus mit hochrotem Kopf und pinkem Turban- in meiner Tasche gruschtelnd- auf der Suche nach den Dollars, die natuerlich unauffindbar waren...
Damit nahm dann das Abenteuer Kambodia seinen Lauf.
Ich liebe dieses Land!
Erst wurden wir in Koh Kong, einem Fischerdorf abgesetzt. Rote Erde, tuerkisene Fischerboote, Huetten auf dem Wasser und unendlich viele Kinder die auf den Strassen spielen.
Von da aus ging es dann am naechsten Tag weiter, 7 Stunden mit dem Bus, bis nach Phnom Penh, der Hauptstadt. Die Strasse ist einspurig und fuehrt durch den Dschungel. An jedem Fluss oder See (es sind insgesammt 4 oder 5) mussten wir aussteigen und unser Gepaeck nehmen, wurden mit einem Boot, manchmal sogar mit 2Booten, die mit Holzplatten verbunden sind auf die andere Seite geschifft und nahmen dann einen anderen Bus, um die Reise fortzusetzen.
Das war der Hammer!!! Ich glaube jedoch, dass ich die einzige war, die diese Fahrt in vollen Zuegen genossen hat. Die Landschaft ist bezaubernd, die Leute sind freundlich und die vielen Kinder ueberall sind die Hoffnungstraeger des Landes.
Ich wohne direkt am Boeung Kak Lake. Das Smile Guesthaus wird von einer kambodianischen Familie gefuehrt und hat seine Terasse direkt ueber dem See. Der See ist eingerahmt von kleinen Holz- und Wellblechdachhuetten, ahnlich der -Gecekondus- in der Tuerkei, und ist durchzogen von einem Seerosenirrgarten. Morgens fischen die Fischer entlang der Seerosenbuesche, tagsueber pfuecken die Frauen die Fruechte und abends fahren die Kinder Touristen ueber den See, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Sonnenuntergang ist ein Traum: er traenkt die Stadt in ein Licht, das es wie ein Maerchen erscheinen laesst.
Meine lieben ich schicke euch allen ein bischen von diesem Zauber und druecke euch!
Eure Mehlique
Abgesehen davon, dass die Strasse sich 2 km vor Kambodia in einen rot-erdig-steinernen Pfad aufloeste, wollten die Kambodianer meine Dollar nicht und lieber Baht (die Thai-Waehrung) und davon viel und auf einmal standen 5 Maenner da, die behaupteten, sie haetten meine Tasche ruebergetragen und wollten Geld, daneben ein Kind das mich mit traurigen Augen ansah und auch um Geld bettelte, und ein Typ, der mir versuchte zwischen all dem Trubel eine Stange Kippen fuer 10 $ anzudrehen. Mein Fahrer verstand sich gut darin, mich noch mehr unter Druck zu setzen in dem er die anderen unterstuetze...
Ich muss sehr amuesant ausgesehen haben: ich umzingelt von 6 Maennern vor einem Minibus mit hochrotem Kopf und pinkem Turban- in meiner Tasche gruschtelnd- auf der Suche nach den Dollars, die natuerlich unauffindbar waren...
Damit nahm dann das Abenteuer Kambodia seinen Lauf.
Ich liebe dieses Land!
Erst wurden wir in Koh Kong, einem Fischerdorf abgesetzt. Rote Erde, tuerkisene Fischerboote, Huetten auf dem Wasser und unendlich viele Kinder die auf den Strassen spielen.
Von da aus ging es dann am naechsten Tag weiter, 7 Stunden mit dem Bus, bis nach Phnom Penh, der Hauptstadt. Die Strasse ist einspurig und fuehrt durch den Dschungel. An jedem Fluss oder See (es sind insgesammt 4 oder 5) mussten wir aussteigen und unser Gepaeck nehmen, wurden mit einem Boot, manchmal sogar mit 2Booten, die mit Holzplatten verbunden sind auf die andere Seite geschifft und nahmen dann einen anderen Bus, um die Reise fortzusetzen.
Das war der Hammer!!! Ich glaube jedoch, dass ich die einzige war, die diese Fahrt in vollen Zuegen genossen hat. Die Landschaft ist bezaubernd, die Leute sind freundlich und die vielen Kinder ueberall sind die Hoffnungstraeger des Landes.
Ich wohne direkt am Boeung Kak Lake. Das Smile Guesthaus wird von einer kambodianischen Familie gefuehrt und hat seine Terasse direkt ueber dem See. Der See ist eingerahmt von kleinen Holz- und Wellblechdachhuetten, ahnlich der -Gecekondus- in der Tuerkei, und ist durchzogen von einem Seerosenirrgarten. Morgens fischen die Fischer entlang der Seerosenbuesche, tagsueber pfuecken die Frauen die Fruechte und abends fahren die Kinder Touristen ueber den See, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Sonnenuntergang ist ein Traum: er traenkt die Stadt in ein Licht, das es wie ein Maerchen erscheinen laesst.
Meine lieben ich schicke euch allen ein bischen von diesem Zauber und druecke euch!
Eure Mehlique
Montag, 10. Dezember 2007
Lar Gorn Koh Chang!
Hallo meine Lieben!!!
Nach einer halben Stunde Marsch durch den Dschungel in sengender Hitze, sitze ich nun wieder am klimatisierten Rechner, bereit euch ein bischen den Geschmack dieser Insel zu vermitteln. Morgen geht es endgueltig weiter nach Kambodia: Phnom Penh mit Zwischenstoppp in Khoa Kong.
Nun jetzt habe ich vier Wochen auf dieser Insel gelebt und muss sagen: ich liebe sie!!!
Durch meinen laengeren Aufenthalt hier, hatte ich die Gelegenheit Land und Leute naeher kennenzulernen.
Mein Unterbewohner, ein Tukah, hat mich in den ersten Naechten ganz schoen erschreckt. Ploetzlich nachts um drei, faengt irgendetwas gleich neben meinem Kopf erst an zu troeten, wie eine Ente, dann gaanz laut Tu-Kah zu machen.
Ein Tu-kah, habe ich nach langer Recherche erfahren (denn hier erfaehrt man immer alles mit der Zeit), ist ein grosser Salamander, der um sein Weibchen anzulocken diese Geraeusche von sich gibt ( in der Regel zwischen 3 und 5x). Es heisst, dass wenn er 7x Tukah macht man Glueck haben wird. (ein kleiner Ersatz fuers Glockenlaeuten zaehlen)
Sonst gibt es hier Zikaden, die wie kaputte Strommasten klingen und ihren Gesang puenktlich zum Sonnenuntergang vortragen und einen Vogel, der zum Sonnenaufgang miaut, wie eine Katze. Richtig laut.
Letztens brachte Bui 10 kleine Fische mit, die er erst in kleine Flaschen, dann in groessere abfuellte und diese durch Pappkartonstreifen trennte. Es stellte sich nach ein paar Tagen heraus, dass es Siamesische Kampffische sind -und das beobachten dieser (maennliche Exemplare kaempfen instinktiv, wann immer sie aufeinander treffen) ein beliebter Zeitvertreib unter den Thailaendern.
Same same, but different! Ist einer der gaengisten Sprueche, die man hier zu hoeren bekommt.
Die kleine verkehrte Welt:)
*der Mond liegt (wie eine Waage) und steht nicht,
*die Leute kaufen nicht Produkte, die braeunen sondern aufhellen
*bevor man in den Supermarkt geht, zieht man sich die Schuhe aus (am Anfang dachte ich, dass
der Boden nass waere, hihi) auch in Internetcafes und teilweise in Restaurants ist dies ueblich
*auf den Zigarettenschachteln sind nicht abschreckende Sprueche, sondern richtig
erschreckende Fotos von Krebskranken oder sterbenden,
nicht unten auf der Packung, sondern oben( viel wirkungsvoller!)
Es ist schwer, die Augen vor der Prostitution zu schliessen, ueberall dicke weisse Bierbaeuche mit jungen huebschen Thailaenderinnen im Arm...
Zusammenfassend: Neskaffee mit Milchpulver, Lipton Teebeutel, Gerueche von Feuer gemischt mit Gewuerzen wie Koriander, Lemon Gras, fancy Fruechte, Trinkwasser aus milchigen Plastikflaschen, weisse Traumstraende mit Kokosnusspalmen, Holzbungalows, Leute, die auf der Suche sind, Musiker, braungebrannte Touris, babypudergepuderte Thailaenderinnen, Salz auf der Haut und immer ein leichter Geschmack danach auf den Lippen, Moskitostiche und aufgekratzte Beine, jadeblaues Meer, Mangobaeume, Dschungel, Elefanten, Krabbenjagende und schwimmende Hunde, die den Sonnenuntergang lieben, Indogene Thailaender, die immerzu Phallussymbole basteln, gaaaanz viel Blues zu den endlosscheinenden Sonnenuntergaengen, die auf einmal von der Nacht verschluckt werden.
Ich schicke euch gaanz viel Liebe und Sonnenschein in die Herzen.
Eure mehlique
Nach einer halben Stunde Marsch durch den Dschungel in sengender Hitze, sitze ich nun wieder am klimatisierten Rechner, bereit euch ein bischen den Geschmack dieser Insel zu vermitteln. Morgen geht es endgueltig weiter nach Kambodia: Phnom Penh mit Zwischenstoppp in Khoa Kong.
Nun jetzt habe ich vier Wochen auf dieser Insel gelebt und muss sagen: ich liebe sie!!!
Durch meinen laengeren Aufenthalt hier, hatte ich die Gelegenheit Land und Leute naeher kennenzulernen.
Mein Unterbewohner, ein Tukah, hat mich in den ersten Naechten ganz schoen erschreckt. Ploetzlich nachts um drei, faengt irgendetwas gleich neben meinem Kopf erst an zu troeten, wie eine Ente, dann gaanz laut Tu-Kah zu machen.
Ein Tu-kah, habe ich nach langer Recherche erfahren (denn hier erfaehrt man immer alles mit der Zeit), ist ein grosser Salamander, der um sein Weibchen anzulocken diese Geraeusche von sich gibt ( in der Regel zwischen 3 und 5x). Es heisst, dass wenn er 7x Tukah macht man Glueck haben wird. (ein kleiner Ersatz fuers Glockenlaeuten zaehlen)
Sonst gibt es hier Zikaden, die wie kaputte Strommasten klingen und ihren Gesang puenktlich zum Sonnenuntergang vortragen und einen Vogel, der zum Sonnenaufgang miaut, wie eine Katze. Richtig laut.
Letztens brachte Bui 10 kleine Fische mit, die er erst in kleine Flaschen, dann in groessere abfuellte und diese durch Pappkartonstreifen trennte. Es stellte sich nach ein paar Tagen heraus, dass es Siamesische Kampffische sind -und das beobachten dieser (maennliche Exemplare kaempfen instinktiv, wann immer sie aufeinander treffen) ein beliebter Zeitvertreib unter den Thailaendern.
Same same, but different! Ist einer der gaengisten Sprueche, die man hier zu hoeren bekommt.
Die kleine verkehrte Welt:)
*der Mond liegt (wie eine Waage) und steht nicht,
*die Leute kaufen nicht Produkte, die braeunen sondern aufhellen
*bevor man in den Supermarkt geht, zieht man sich die Schuhe aus (am Anfang dachte ich, dass
der Boden nass waere, hihi) auch in Internetcafes und teilweise in Restaurants ist dies ueblich
*auf den Zigarettenschachteln sind nicht abschreckende Sprueche, sondern richtig
erschreckende Fotos von Krebskranken oder sterbenden,
nicht unten auf der Packung, sondern oben( viel wirkungsvoller!)
Es ist schwer, die Augen vor der Prostitution zu schliessen, ueberall dicke weisse Bierbaeuche mit jungen huebschen Thailaenderinnen im Arm...
Zusammenfassend: Neskaffee mit Milchpulver, Lipton Teebeutel, Gerueche von Feuer gemischt mit Gewuerzen wie Koriander, Lemon Gras, fancy Fruechte, Trinkwasser aus milchigen Plastikflaschen, weisse Traumstraende mit Kokosnusspalmen, Holzbungalows, Leute, die auf der Suche sind, Musiker, braungebrannte Touris, babypudergepuderte Thailaenderinnen, Salz auf der Haut und immer ein leichter Geschmack danach auf den Lippen, Moskitostiche und aufgekratzte Beine, jadeblaues Meer, Mangobaeume, Dschungel, Elefanten, Krabbenjagende und schwimmende Hunde, die den Sonnenuntergang lieben, Indogene Thailaender, die immerzu Phallussymbole basteln, gaaaanz viel Blues zu den endlosscheinenden Sonnenuntergaengen, die auf einmal von der Nacht verschluckt werden.
Ich schicke euch gaanz viel Liebe und Sonnenschein in die Herzen.
Eure mehlique
Abonnieren
Posts (Atom)
