Dienstag, 18. Dezember 2007

Abenteuer: Kambodia

Der Grenzuebergang von Thailand nach Kambodia war einschuechternd.
Abgesehen davon, dass die Strasse sich 2 km vor Kambodia in einen rot-erdig-steinernen Pfad aufloeste, wollten die Kambodianer meine Dollar nicht und lieber Baht (die Thai-Waehrung) und davon viel und auf einmal standen 5 Maenner da, die behaupteten, sie haetten meine Tasche ruebergetragen und wollten Geld, daneben ein Kind das mich mit traurigen Augen ansah und auch um Geld bettelte, und ein Typ, der mir versuchte zwischen all dem Trubel eine Stange Kippen fuer 10 $ anzudrehen. Mein Fahrer verstand sich gut darin, mich noch mehr unter Druck zu setzen in dem er die anderen unterstuetze...
Ich muss sehr amuesant ausgesehen haben: ich umzingelt von 6 Maennern vor einem Minibus mit hochrotem Kopf und pinkem Turban- in meiner Tasche gruschtelnd- auf der Suche nach den Dollars, die natuerlich unauffindbar waren...

Damit nahm dann das Abenteuer Kambodia seinen Lauf.
Ich liebe dieses Land!
Erst wurden wir in Koh Kong, einem Fischerdorf abgesetzt. Rote Erde, tuerkisene Fischerboote, Huetten auf dem Wasser und unendlich viele Kinder die auf den Strassen spielen.
Von da aus ging es dann am naechsten Tag weiter, 7 Stunden mit dem Bus, bis nach Phnom Penh, der Hauptstadt. Die Strasse ist einspurig und fuehrt durch den Dschungel. An jedem Fluss oder See (es sind insgesammt 4 oder 5) mussten wir aussteigen und unser Gepaeck nehmen, wurden mit einem Boot, manchmal sogar mit 2Booten, die mit Holzplatten verbunden sind auf die andere Seite geschifft und nahmen dann einen anderen Bus, um die Reise fortzusetzen.
Das war der Hammer!!! Ich glaube jedoch, dass ich die einzige war, die diese Fahrt in vollen Zuegen genossen hat. Die Landschaft ist bezaubernd, die Leute sind freundlich und die vielen Kinder ueberall sind die Hoffnungstraeger des Landes.
Ich wohne direkt am Boeung Kak Lake. Das Smile Guesthaus wird von einer kambodianischen Familie gefuehrt und hat seine Terasse direkt ueber dem See. Der See ist eingerahmt von kleinen Holz- und Wellblechdachhuetten, ahnlich der -Gecekondus- in der Tuerkei, und ist durchzogen von einem Seerosenirrgarten. Morgens fischen die Fischer entlang der Seerosenbuesche, tagsueber pfuecken die Frauen die Fruechte und abends fahren die Kinder Touristen ueber den See, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Sonnenuntergang ist ein Traum: er traenkt die Stadt in ein Licht, das es wie ein Maerchen erscheinen laesst.
Meine lieben ich schicke euch allen ein bischen von diesem Zauber und druecke euch!
Eure Mehlique

3 Kommentare:

Mariella hat gesagt…

Hallo Mehli,
es ist ein Traum, wie du schreibst. Dein Blog ist poetisch und es macht Spaß von dir zu lesen. Mit ein wenig Phantasie kann ih die Seerosen riechen.

Ich vermisse dich und kann es gleichzeitig nicht glauben, dass du schon über einen Monat unterwegs bist.

Die liebsten Grüße
Mariella

Ihsan hat gesagt…

Bayramin kutlu olsun abam!

Kendine iyi bak, cok cok öpüyorummmmmmmmm.

Ihsan

Anonym hat gesagt…

Hola hola guapa!!!
Jetzt darf ich auch in deinen blog stöbern!!
Freut mich zu lesen, dass es dir gut geht, und dass die eindrücke so viele sind! In Berlin ist kalt, aber in unserem neuem zuhause gibt es immer ein warmes plätzschen für dich!!
Auf bald!!
Dicke Umarmung!!

Emma